Burgen

Burgen:

Unter der Überschrift Burgen ist folgendes zusammengefast: Burgen Burgruinen, Festungen, Burgstellen, Höhlenburgen,  Zwingburgen und  Schlossburgen. Wegen dem geschichtlichen Zusammenhang sind neben den Burgen im Allgäu sind auch Burgen aus Randgebieten des Allgäus enthalten.

Übersicht:
Begriffserklärungen:
Verzeichnis:
Detailbeschreibungen:

 

 

Übersicht:
Viele frühgeschichtliche Burg- und Stadtanlagen wurden über sehr lange Zeiträume bewohnt und immer wieder ausgebaut oder erneuert. Bei diesen Denkmälern fehlen jegliche historischen Überlieferungen, so dass ihre Zeitstellung und Geschichte nur durch aufwendige archäologische Grabungen festgestellt werden kann. Im Römischen Reich waren Kastell oder Burgus (spätrömisch) als befestigte Truppenstandorte gebräuchlich. Die Außengrenzen des Reiches wurden teilweise mit aufwendigen Grenzbefestigungen gesichert (Limes).
Die Blütezeit des Burgenbaus war das Hoch- und Spätmittelalter. Aus dieser Zeit stammt der größte Teil der heute erhaltenen Burgen und Burgruinen. Der Burgenbau gehörte aufgrund der schwachen Infrastruktur des mittelalterlichen Europas zu den wichtigsten Mitteln der Machtausübung, weshalb er zu den Königsrechten (Regalien) zählte. Manche Herrscher ließen Zwingburgen in aufrührerischen Gebieten oder auch Städten errichten. Die Pfalzbauten des Hochadels und der Kaiser waren allerdings ursprünglich nur schwach befestigt.
Demjenigen, der sich einen raschen Überblick über nahezu tausend Jahre Entwicklung des mitteleuropäischen Wehrbaus verschaffen möchte, sei die Region um das Allgäuer Grenzstädtchen Füssen empfohlen (Burgenregion Ostallgäu-Außerfern). Von der Motte (Seeg) über die Höhlenburg (Loch bei Pinswang) über die spätgotische Schlossburg Füssen reicht das Angebot bis hin zur barocken Festungsanlage (Schloßkopf bei Reutte) und der romantischen Märchenburg Neuschwanstein. Nicht zuletzt aus diesem Grunde wurde die Region als Standort für das Europäische Burgenmuseum ausgewählt, das zur Zeit in der Klause unterhalb des Burg- und Festungsensembles Ehrenberg (Reutte) eingerichtet wird.
Türme der inneren Burganlage auf der Festung Rosenberg in KronachIn dem Umland einer Burg galt der so genannte Burgfrieden, der Fehden streng untersagte. Durch den Burgbann war die im Einzugsbereich einer Burg lebende Bevölkerung dazu verpflichtet, zu baulichen Tätigkeiten und der Verteidigung der Burg beizutragen. Dafür durfte die Bevölkerung bei fremder Bedrohung in der Burg Schutz suchen. Im Spätmittelalter wurden viele Burgen aufgrund des Niedergangs des Rittertums zum Stützpunkt von sogenannten Raubrittern.

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Begriffserklärungen:
In den Beschreibungen zu den Schlösser und Burgen kommen Begriffe vor die vielen nicht bekannt sind  und deshalb  nachfolgend erklärt werden. Außerdem sind im Anschluss einige Internet-Quellen aufgeführt die mehr Informationen bieten.

Internet:
Ausführliche Begriffsdefinitionen im Wiktionary:
Umfangreiche Burgeninformationen aus Österreich:
Burgenbeschreibung im allgemeinen Wikipedia-Lexikon:

Bergfried:
Bering:
Burgbann:
Burgstall/ Burgstelle:
Gerichtsbarkeit:
Halsgraben:
Kemenate:
Palas:
Ringmauer:
Vorburg:
Zwingmauer:

Bergfried:
Der Bergfried ist ein hoher, zentraler Turm einer mittelalterlichen Burg. Er war meist mit besonders starken Wänden ausgestattet und erhob sich auf einem quadratischen, polygonalen oder kreisförmigen Grundriss. Er diente zur Beobachtung der Umgebung, zur Verteidigung und als letzte Fluchtmöglichkeit bei Angriffen. Zum Wohnen war er, im Unterschied zum Donjon, dem französischen Typ des Wohnturms, nicht geeignet.

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Bering:
Der Bering (auch Hauptmauer, Ringmauer, Zingel) ist ein freistehender Bestandteil einer Burg, einer Festung oder anderer Befestigungsanlagen. Sie umgab diese zusätzlich zu den Außenmauern der randständigen Gebäude als fortifikatorisches Element.
Ringmauern besaßen oft Wehrgänge, Zinnen und Spählöcher, die eine vollständige Verteidigung der Befestigung ermöglichten.
Mantel- oder Schildmauern besaßen besondere Stärke (bis 5 m Dicke und z. T. über 30 m Höhe) und befanden sich an besonders gefährdeten und exponierten Stellen.
Ab dem 12. Jahrhundert wurde der Ringmauer ab und zu eine so genannte Zwingmauer als Schutz vorgelegt. Teilweise konnten so - je nach Art und Größe der umgebenden Befestigung - mehrere Systeme von Mauern (z. B. als Zwinger) bestehen, die auch zur Haltung von Hunden, Wildschweinen oder Bären bzw. in Notzeiten zur Unterbringung von Vieh genutzt und im Barock nicht selten zu Lustgärten (z. B. in Dresden) umgewandelt wurden.

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Burgbann:
Durch den Burgbann war die im Einzugsbereich einer Burg lebende Bevölkerung dazu verpflichtet, zu baulichen Tätigkeiten und der Verteidigung der Burg beizutragen. Dafür durfte die Bevölkerung bei fremder Bedrohung in der Burg Schutz suchen. Im Spätmittelalter wurden viele Burgen aufgrund des Niedergangs des Rittertums zum Stützpunkt von sogenannten Raubrittern.

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Burgstall/ Burgstelle:
Als Burgstall bezeichnet man eine Stelle, an der einst eine Burg stand, deren Mauern heute völlig oder weitgehend eingeebnet sind. Eine Ruine wird im allgemeinen dann als Burgstall bezeichnet, wenn eine Rekonstruktion des Gebäudegrundrisses und der Funktionen der Gebäude nicht mehr möglich ist. Eine Ruine, bei der die spärlichen Grundmauern noch eine Rekonstruktion erlauben, wird in der Fachliteratur meist nicht als bloßer Burgstall gewertet.
Der Begriff Burgstall hat nichts mit Stallungen zu tun, sondern bezeichnet „die Stelle der Burg“. In der Fachliteratur wird daher häufig auch der Begriff Burgstelle synonym gebraucht.

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Gerichtsbarkeit:
 Hohe Gerichtsbarkeit mit Todesstrafe, Folter, Pranger und schwerem Kerker war den Landgerichten vorbehalten oder wurde vom Landesfürsten verliehen. Niedere Gerichtsbarkeit für kleine Vergehen besaßen die Grundherrn, auch Städte und Märkte.

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Halsgraben:
Mit Halsgraben wird ein künstlich angelegter Graben bezeichnet, der eine Burganlage von dem sie umgebenden Gelände abschneidet und sie somit unzugänglich macht. Er ist ein wichtiger Bestandteil des Wehrsystems einer Burg.

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Kemenate:
Eine Kemenate (auch Kemnad; lateinisch caminus, -i, m. = Ofen, Feuerstätte, Kamin | caminata, -ae, beheizbarer Wohnraum) ist ein Kaminraum.
Ursprünglich wurde ein durch einen Kamin oder Kachelofen beheizbarer Wohn- und Arbeitsraum in einer Burg so genannt, (althochdeutsch cheminâta). Die Kemenate war, falls sie den einzigen heizbaren Raum darstellte, bisweilen Frauen, Rittern und Adligen vorbehalten. Komfortabler ausgestattete Burganlagen hatten mehrere Kemenaten.
Nikolaus Lenau und Johann Wolfgang von Goethe griffen den Begriff wieder auf; man bezeichnete später die von Frauen und Kranken bewohnten Räume als Kemenaten.

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Palas:
Der Palas ist das Hauptwohngebäude einer mittelalterlichen Pfalz oder Burganlage.
Der Palas war meistens ein steinernes Gebäude, in dem es eine oder mehrere Kemenaten gab, also Räume, die mit Kaminen geheizt werden konnten (caminata = Kamin). Bei frühen Burgen war er neben dem Bering und dem Bergfried meistens das einzige gemauerte Gebäude. Allerdings wurden einige Palasbauten auch als Fachwerkkonstruktionen – meistens auf Steinfundamenten oder steinernen Erdgeschossen – errichtet oder ausgebaut.
In Mitteleuropa waren die Wohngebäude der meisten Burgen ursprünglich eher bescheiden ausgestattet. Als Palas (von altfrz. Palais) bezeichnete man im Hochmittelalter alle Gebäude einer Burg, die Wohn- und Repräsentationszwecken dienten. Erst das 19. Jahrhundert reduzierte den Begriff auf den Saalbau einer mittelalterlichen Burganlage. Heute wird der Begriff meistens volkstümlich als Bezeichnung für das Hauptgebäude einer Burg verwendet, die akademische Burgenforschung favorisiert allerdings den Ausdruck Saalgeschossbau als Ersatz des Palasbegriffes des 19. Jahrhunderts

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Ringmauer:
Die Ringmauer (auch Hauptmauer, Bering, Zingel) ist ein freistehender Bestandteil einer Burg, einer Festung oder anderer Befestigungsanlagen. Sie umgab diese zusätzlich zu den Außenmauern der randständigen Gebäude als fortifikatorisches Element.
Ringmauern besaßen oft Wehrgänge, Zinnen und Spählöcher, die eine vollständige Verteidigung der Befestigung ermöglichten.
Mantel- oder Schildmauern besaßen besondere Stärke (bis 5 m Dicke und z. T. über 30 m Höhe) und befanden sich an besonders gefährdeten und exponierten Stellen.

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Vorburg:
Der Begriff Vorburg beschreibt jenen Teil einer Burganlage, in dem sich Gebäude befinden, die für die wirtschaftliche Versorgung der Burgbewohner nötig sind, z.B. Scheunen, Ställe, Lagerräume, Schuppen, Gesindehäuser, Werkstätten und der Marstall.Temporär wurden bei größeren Burgen innerhalb der Vorburg auch Märkte abgehalten. Große Burganlagen besitzen häufig mehr als nur eine Vorburg (z.B. Burg Monschau und Schloss Bürresheim)
Meist sind solche Vorburgen durch eine eigene Ringmauer (seltener eine Wehrmauer) befestigt und von dem eigentlichen Wohnbereich der Burg – Kernburg genannt – durch einen Graben, eine Mauer und ein Tor getrennt.

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Zwingmauer:
Ab dem 12. Jahrhundert wurde der Ringmauer ab und zu eine sogenannte Zwingmauer als Schutz vorgelegt. Teilweise konnten so - je nach Art und Größe der umgebenden Befestigung - mehrere Systeme von Mauern (z. B. als Zwinger) bestehen, die auch zur Haltung von Hunden, Wildschweinen oder Bären bzw. in Notzeiten zur Unterbringung von Vieh genutzt und im Barock nicht selten zu Lustgärten (z. B. in Dresden) umgewandelt wurden.

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Verzeichnis der Burgen:
Das Verzeichnis ist sortiert nach Ort. Durch anklicken des Namens wird (soweit vorhanden)  zur entsprechenden Detailbeschreibung des Schlosses bzw. der Burg verzweigt. Durch anklicken des Ortes wird (soweit vorhanden) auf eine externe Web-Site mit der entsprechenden Ortsbeschreibung verzweigt. Die Spalte Burgstelle (unter Art:) bedeutet, dass von dieser Burg oder von diesem Schloss keine Ruinen mehr vorhanden sind.

Name:

Art:

Offen:

bei Ort:

Ursprung:

Albgebiet:

 

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Schalksburg

 

 

 

 

 

 

 

Albstadt

 

Zollern Alb

Maisenburg

 

 

 

 

 

 

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Anhausen

 

Münsinger Alb

Schülzburg

 

 

 

 

 

 

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Anhausen

 

Münsinger Alb

Burg Oberfalkenstein

 

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Beuron

 

Naturpark Obere Donau

Ruine Bichishausen

 

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Bichishausen

 

Münsinger Alb

Ruine Hornstein

 

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Bingen

 

Zwiefalter Alb

Burg und Schloss Buttenhausen

 

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Buttenhausen

 

Münsinger Alb

Burgruine Blankenstein

 

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Dapfen

 

Münsinger Alb

Ruine Monsberg

 

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Erbstetten

 

Münsinger Alb

Ruine Wartstein

 

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Erbstetten

 

Münsinger Alb

Ruine St. Ruprecht

 

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Erbstetten

 

Münsinger Alb

Ruine Hohengundelfingen

 

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Gundelfingen

 

Münsinger Alb

Ruine Niedergundelfingen

 

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Gundelfingen

 

Münsinger Alb

Burg Hohenzollern

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Hechingen

 

Zollern Alb

Ruine Hohenhundersingen

 

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Hohenhundersingen

 

Münsinger Alb

Alt-Hayingen

 

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Indelhausen

 

Münsinger Alb

Ruine Dietfurt

 

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Inzighofen

 

Naturpark Obere Donau

Burg Wildenstein

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Leibertingen

13. Jahrhundert

Naturpark Obere Donau

Burg Dernek

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Münzdorf

14. Jahrhundert

Münsinger Alb

Ruine Altenburg

 

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Obermarchtal

 

Zwiefalter Alb

Rechtenstein

 

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Rechtenstein

 

Zwiefalter Alb

Burg Reichenstein

 

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Reichenstein

 

Münsinger Alb

Burg Oberhohenberg

 

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Schömberg

 

Zollern Alb

Burg Straßberg

 

 

 

 

 

 

 

Straßberg

 

Zollern Alb

Festung Hohenurach

 

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Bad Urach

 

Uracher Alb

 

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Detailbeschreibungen:

 

Anhausen:
Ruine Schülzburg:
Über Anhausen im Lautertal auf einem Bergsporn gelegen, bis zum Brand von 1884 bewohnt. Die mächtigste Burganlage im Lautertal. Wegen ihrer niedrigeren Lage nicht so sehr Wind und Wetter ausgesetzt wie Hohengundelfingen oder Wartstein, die schon früh als Wohnplatz aufgegeben wurden. Die alte Burg (vorne zum Tal hin gelegen) verdankt ihr heutiges Erscheinungsbild dem Ritter Walter von Stadion, der sie 1362 erwarb.

 

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Anhausen:
Maisenburg:
wird ergänzt

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Beuron:
Burg Oberfalkenstein:
Beuron Burg Oberfalkenstein
Die Burg Oberfalkenstein liegt auf einem großen Felsenriff über der Donau. Ihr ungewöhnlicher Grundriss, eines Schiffes ähnlich, ist sehr gut erkennbar. Von ihrer einstigen Pracht zeugen noch gut restaurierte Ruinen von Wohngebäuden, Ringmauer, Toranlage, Rappenanlage und Vorburg Bemerkenswert ist der Zugang in die eigentlich Hauptburg, über eine Rampenanlage gelangte man zum Torturm mit Zugbrücke (Wippbrücke). Im Torturm inneren lag die sogenannte Wolfsgrube, die beim hochziehen der Zugbrücke geöffnet wurde.
Von der Burg Unterfalkenstein, zeugen nur noch einige wenige Mauerreste, die nur für geübte Bergsteiger erreichbar ist.

Anfahrt:
Am einfachsten erreicht man die Falkensteiner Burgen über Thiergarten im Donautal, dort zu den Steinbrüchen fahren, auf dem Hügel links nach dem Steinbruch liegt die Ruine des oberen Falkensteins. Die Burg Unterfalkenstein ist nur für Bergsteiger zugänglich.
 

Weitere Informationen im Internet unter:
Burgenwelt - Burgen und Festungen in Europa:
 

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Bichishausen:
Ruine Bichishausen:

wird ergänzt

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Bingen:
Ruine Hornstein:Bingen Ruine Hornstein
Die Ruine Hornstein bei Bingen wurde im Jahre 1274 erstmals erwähnt. In ihrer mehr als 730-jährigen Geschichte hatte sie einiges erlebt. Die Burg war reichsritterlicher Besitz. 1787 veräußerten die von Hornsteins ihren Besitz an die Hohenzollern-Sigmaringen. 1818 verfügte der Fürst von Hohenzollern-Sigmaringen, dass in der Burg eine Zucht- und Strafanstalt eingerichtet wird. Nach erfolgtem Umbau startete der Anstaltsbetrieb am 14. Dezember 1818. In der Anstaltsordnung war auch festgelegt, dass Irre aufgenommen wurden. 1850 erfolgte der Anschluss der hohenzollerischen Fürstentümer an Preußen. Der preußische Staat führte die Anstalt weiter. 1859 wurde eine Straf- und Korrektionsanstalt für Männer daraus. Die weiblichen Insassen wurden seinerzeit nach Habsthal verbracht. 1869 wurde die Anstalt geschlossen. 1873 wurden die Gebäude abgebrochen. Seit 1988 kümmert sich der Förderverein Ruine Hornstein e.V. um das Denkmal. Diesem Verein ist es auch zu verdanken, dass die Reste baulich gesichert wurden. Heute finden auf der Ruine viele Veranstaltungen statt. Die Ruine ist für die Öffentlichkeit zugänglich. In der Schlosskapelle befinden sich Schnitzereien von Franz Magnus Hops und im Stuckmarmor-Altar einen von J. A. Feuchtmayer geschaffenen 132 cm hohen Stuckalabastercorpus des Gekreuzigten.

Weitere Informationen im Internet unter:
Förderverein Ruine Hornstein:
Allgemeines Lexikon Wikipedia “Burg Hornstein:

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Erbstetten:
Ruine Wartstein:
Im hohen Mittelalter war die südliche Alb um das Lautertal Grenzland zwischen Staufern und Welfen. Den Staufern hingen die reichen Freiherren von Gundelfingen an; weiter südlich besaßen die Welfen eine Burg Wartstein (Burgstelle St.Ruprecht) und wohl auch die dazu gehörenden alten Grafenrechte. Zwischen Kaiser Barbarossa und dem Welfen Heinrich dem Löwen kam es schließlich zur entscheidenden Auseinandersetzung, der die Welfen unterlagen. Um 1180 erneuerte Barbarossa die Grafschaft Wartstein. Nach 1208 baute der Graf von Wartstein seine neue Burg, den heutigen Wartstein, einer der kühnsten Felsenburgen des Lautertals, von der nur noch die Schildmauer erhalten ist. Die mächtige Schildmauer hat eine über Wendeltreppe erreichbare Aussichtsplattform.

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Erbstetten:
Ruine Monsberg:

wird ergänzt

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Erbstetten:
Ruine St. Ruprecht:

wird ergänzt

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Gundelfingen:
Ruine Niedergundelfingen:
Gundelfingen Burgruine Niedergundelfingen
Erbaut vom Geschlecht der Gundelfinger; dem Verfall überlassen seit etwa 1810. Im Mauerviereck der Ruine sind Spuren spätromanischer Baukunst und im Hof ist ein Burgbrunnen vorhanden. Vor dem flachen Burggraben steht noch die ehemals malerische Burgkapelle zum Heiligen Michael. Bergfried und Schildmauer besaß die Burg offenbar nicht.

 

 

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Gundelfingen:
Ruine Hohengundelfingen:
Gundelfingen Ruine Hohengundelfingen
Sie liegt etwa 130 m über dem Tal und ist wohl die imposanteste Ruine des Lautertals. Der Fabrikant Hans Römer erwarb die Burg 1939 und ließ die unter Schutt begrabenen Mauerreste frei legen, so daß die Anlage der Burg sehr markant hervortritt. Das Mauerwerk des noch 11 m hohen Bergfriedes besteht durchweg aus Buckelquadern  vom Kalk des Weißen Jura mit teilweise kräftig vorstehenden Buckeln. Steinbearbeitung und Mauerverbund mit den „einheitlichen“ Steinformaten sind von hoher Qualität.
Die Burg wurde 1180 erbaut und war Hauptsitz der Herren von Gundelfingen, die vom 12. bis zum 16. Jh. auf diesem Teil der Alb Macht und Einfluß besaßen. Im 13. Jh. herrschte hier der Ritter Swigger mit seinen 7 Söhnen. Die Teilung des Besitzes leitete den Niedergang des Geschlechts ein. Der älteste Sohn erhielt die Hauptburg, der zweite Hayingen, für den dritten wurde Burg Niedergundelfingen ausgebaut, für den vierten war Bichishausen bestimmt usw. Der letzte Gundelfinger war der Ritter Swigger XXIX. Es wird angenommen, daß Burg Hohengundelfingen von den Reutlingern um 1380 zerstört wurde.

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Hechingen:
Burg Hohenzollern:
Hechingen Burg Hohenzollern
Die Burg Hohenzollern, zwischen den Gemeinden Hechingen und Bisingen (zu dessen Ortsteil Zimmern sie gehört) am Rande der Schwäbischen Alb auf dem 855 m hohen isolierten, prominenten Bergkegel Zoller gelegen, war die Stammburg des Fürstengeschlechts Hohenzollern.
Die mittelalterliche, im Jahre 1267 zum ersten Mal erwähnte, aber vermutlich auf das 11. Jahrhundert zurückgehende Burg wurde im Jahre 1423 nach fast einjähriger Belagerung durch den Bund der schwäbischen Reichsstädte erobert und vollständig zerstört. Von ihr berichten nur noch schriftliche Quellen.
Im Jahre 1454 wurde ein Neubau in Angriff genommen. Diese Burg wurde im Dreißigjährigen Krieg, obwohl zur starken Festung ausgebaut, 1634 vorübergehend von den Württembergern erobert. Nach dem Dreißigjährigen Krieg war die Burg überwiegend in habsburgischem Besitz, aber während des Österreichischen Erbfolgekriegs im Winter 1744/45 von französischen Truppen besetzt. Nach dem Abzug der letzten österreichischen Besatzung im Jahre 1798 verfiel die Burg vollends.
Die Burg in ihrer heutigen Form ist ein Bauwerk des 19. Jahrhunderts. Zum einen ist sie Ausdruck des romantischen Geistes dieser Zeit und verkörpert die damalige Idealvorstellung einer mittelalterlichen Ritterburg. Insofern ist der Baugedanke mit dem von Schloss Neuschwanstein in Bayern vergleichbar, jedoch ohne dessen phantastisch-theatralische Übersteigerung. Zum anderen ist die Burg das Ergebnis politischen Repräsentationswillens der Herrscher von Preußen, die die Stammburg ihrer Ahnen in prunkvoller Form wiederaufgebaut sehen wollten.

Weitere Informationen im Internet unter:
Hompage der Burg:
Live-Bild der Burg:
Chronik und Bilder:
Allgemeines Lexikon Wikipedia “Burg Hohenzollern:

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Hohenhundersingen:
Ruine Hohenhundersingen:

wird ergänzt

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Indelhausen:
Alt-Hayingen Ringwall:
Mitte des ersten vorchristlichen Jahrtausends war Süddeutschland von Menschen keltischer Kultur geprägt. Zu den beeindruckendsten Befestigungswerken und Siedlungen der Kelten in unserer Region zählt die Burganlage Alt-Hayingen auf einer Berghalbinsel bei Indelhausen. Das Plateau über dem Lautertal ist teils von mächtigen Ringwällen umgeben - erstaunlich und beeindruckend besonders die mehrfach gestaffelten Wälle auf der östlichen Seite. Die Kelten bewehrten ihre Siedlung mit Trockenmauern, bestehend aus einer Holzrahmenkonstruktion mit Kalksteinfüllung. Später, in nachrömischer Zeit, wurde die Anlage wieder verwendet, vermutlich während der Ungarnstürme im 10. Jahrhundert. Die dem Donaulauf folgenden Ungarn brachten den weittragenden Flexbogen mit ins Land, der Pfeile mit hoher Durchschlagskraft verschießen konnte. Die Dreifachstaffelung der östlichen Wälle am Lautertalhang - eine Maßnahme, die Distanz schaffen sollte - rührt wohl aus dieser Zeit.

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Inzighofen:
Ruine Dietfurt:
Inzighofen Ruine Dietfurt
Die Ruine Dietfurt ist eine Burgruine in der Gemeinde Inzigkofen im Landkreis Sigmaringen in Baden-Württemberg, Deutschland. Die unter der Burg Dietfurt befindliche Burghöhle Dietfurt zählt zu den wichtigsten Fundstätten Süddeutschlands des Spätjungpaläolithikum und Mesolithikum.
Der Bergfried, weithin sichtbarer Rest der ehemaligen Burg Dietfurt, erhebt sich in exponierter Lage und strategisch günstig, auf einem, von der Donau umspülten, freistehenden Felsen.

Neutempler-Orden:
 1924 erwarb der Neutempler-Orden, ein okkulter völkisch-esoterischer Männerbund, die Dietfurt. Die Burg wurde als Ordensritterburg des Neutempleisenerzpriorat Staufen bezeichnet. Der Orden vertrat antisemitische Ansichten und gilt als einer der Wegbereiter der Nazi-Ideologie. Er gab gab die nach der gleichnamiger Frühlingsgottin benannte Zeitschrift Ostara heraus. Zu deren Leser gehörte auch der spätere Diktator Adolf Hitler.
In den Jahren 1928 und 1929 wurde die Burghöhle vom Neutempler-Orden ausgebaut. Das ehemalige Höhlenportal wurde bis auf ein kleines Fenster zugemauert, die drei Räume stark überarbeitet. Die Haupthalle wurde mit einen großen Kronleuchter und einen Altar ausgestattet und als Sakralraum für kultische Festhandlungen genutzt.

Es ist Mitternacht ,Dunkle Gestalten ziehen in einer Reihe schweigend den Pfad vom Fuß hinauf zur Ruine. Die Kerzen in ihren Händen werfen ein flackerndes Licht auf die schlichten Kutten, auf denen das rote Kreuz des mittelalterlichen Templer-Ordens prangt. Der Wald liegt in tiefem Schweigen, nur das Rauschen der Donau am Wehr unten im Tal ist zu hören. Die Männer erreichen ihr Ziel: eine feuchte Höhle unter der Burg. Einer nach dem anderen steigt den schmalen Gang in die Tiefe hinab . Dann beginnt die Feier - eine liturgieähnliche Zeremonie, die rassistisches, judenfeindliches, antifeministisches Gedankengut tief in Seele und Verstand der Männer verankert.
So oder ähnlich müssen die Zusammenkünfte auf der Ruine Dietfurtvon der Mitte der 20er - bis Ende der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts abgelaufen sein.

Internet:
Allgemeines Lexikon Wikipedia:

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Leibertingen:
Burg Wildenstein:
Die Burg Wildenstein. im herrlichen Donautal Sie gehört zu den best erhaltenen und bedeutendsten Burgen im Ländle.
Erbaut wurde die Anlage im späten 13. Jahrhundert von den Wilden von Wildenstein. Die bereits im Jahr 1077 an der Stelle der jetzigen erwähnte Burg war vermutlich eine Fälschung des Klosters Beuron.

Anselm von Justingen, der Sohn des Hofmarschalls von Stauferkaiser Friedrich I., gelangte 1263 durch Heirat in den Besitz der Burg. Ab dem Jahr 1397 gehörte sie den Herren von Zimmern, die um 1470 einen Turm errichten ließen, der aber später wieder abgebrochen wurde. Im Jahr 1512 brannte die Vorburg ab. Durch einen Bruderstreit zwischen Gottfried und Johann von Zimmern kam Gottfried 1513 in den Besitz der Burg, der sie dann zwischen 1520 und 1550 zu einer Festung ausbauen lies. Nach dem Erlöschen der Manneslinie der Herren von Zimmern (1594) verkauften die Schwestern die Burg an die Grafen von Helfenstein-Gundelfingen. Nach deren Aussterben 1627 würden die Fürstenberger Burgeigentümer. Die Burgeinnahme von schwedischen Truppen im Jahr 1642 war auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Burg zu diesem Zeitpunkt nur mit einem Kommandanten und vier Musketieren besetzt war, die sich zum Zeitpunkt des Überfalls aber in der Kirche befanden und nur einen Wachmann, der zum Überfluss auch noch das Tor offen stehen lies, zurückgelassen hatte.
Marie Antoinette war der Anlass dafür, dass während ihres Aufenthaltes in Donaueschingen 1770 anlässlich der Empfangsfeierlichkeiten alle Geschütze samt der dazugehörigen Munition von Wildenstein abtransportiert wurde. Diese wurden aber, wie die Kanonen auch, nie mehr zurückgebracht.

1802 war die Festung so sehr verfallen, dass die Oberamtsverwaltung in Meßkirch das Schleifen der Burg vorschlug. Die Burg, die seit 1922 als Jugendherberge dient, wurde 1804 und die Kapelle 1867 instandgesetzt.

Kontakt:
Leibertingen
Burg Wildenstein
Jugendherberge, Besichtigungen auf Anfrage,
Jugendherberge Tel. 07466/411

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Münzdorf:
Burg Derneck:
Um 1340
erbaute Degenhart 1. von Degeneck, aus dem Geschlecht derer von Niedergundelfingen die Burg. Bis ins 16. Jahrhundert trug die Burg deshalb den Namen “Degeneck”. 1546 kam die Burg an die Grafen Helfenstein und ging 1627 in den Besitz des Hauses Fürstenberg über. Von 1627 bis 1768 folgte ein häufiger Besitzerwechsel, war mehrmals verpfändet, bis sie dann 1748 von den Fürstenbergern zurückgekauft wurde, die eine Försterei mit einer kleinen Landwirtschaft einrichteten.

Die Burg ist von einer Ringmauer umgeben und auf drei Seiten durch einen Zwinger geschützt. Über dem Burggraben erhebt sich das sogenannte „Steinhaus“, eine mächtige spätgotische Schildmauer mit angebautem halbrundem Treppenturm (wunderschöner Blick zur Ruine Hohengundelfingen).

Ab dem Jahre 1928 kam die Burg in den Besitz des Landes Württemberg. Von der ursprünglichen Burg stehen noch der innere und äußere Zwinger, die Schildmauer, das Steinhaus mit der vorgelagerten Wehrmauer, das Försterhaus (heutiges Wanderheim) und die Tenne.
Im Jahre 1967 übernahm der Schwäbische Albverein die Burg in Erbpacht. In unzähligen freiwilligen Arbeitseinsätzen wurde sie zum Wanderheim umgebaut. Bereits am 26. Mai 1968 konnte das Wanderheim durch den damaligen Präsidenten Direktor Georg Fahrbach eingeweiht werden.
Im Herbst 1997 ging die Burganlage in den Besitz des Schwäbischen Albvereines über. Das Wanderheim im ehemaligen Försterhaus und die Tennenstube werden durch die ehrenamtlichen “Burgdienste” von Mitte März bis Mitte November betreut. Eine Öffnung und Bewirtung erfolgt immer Samstags und Sonntags und wenn die Burg durch Übernachtungsgäste belegt ist.
Anmeldungen für Übernachtungen sind wegen der großen Nachfrage frühzeitig vorzunehmen, Familien und Kleingruppen können nach telefonischer Abfrage meistens auch kurzfristig ein Nachtquartier erhalten.

Anschrift:
Burg Derneck
Wanderheim des Schwäbischen Albvereines
72534 Hayingen-Münzdorf
Telefon: 07386/217 oder 07386/1297

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Obermarchtal:
Altenburg:

wird ergänzt

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Rechtenstein:
Rechtenstein:
Rechtenstein Bergfried
Der Bergfried der Herren vom Stain:
Neben dem Schlosshof das letzte Überbleibsel der einst stolzen Festung der Herren vom Stain. Heute dient er Besuchern als wunderbare Aussichtsplattform auf Donautal und Hinterland. Neben der schönen Aussicht erfahren die Besucher beim Aufstieg mehr über die Geschichte Rechtensteins und seiner Herrscher. Der Schlüssel zu diesem Erlebnis kann bei den "Schlossbauern", Familie Dreher, ausgeliehen werden.

Internet:  www.rechtenstein.de

 

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Bad Urach:
Ruine Hohenurach:
Bad Urach Ruine Hohenurach
Im 11. Jahrhundert von dem Grafen von Urach errichtet, im 16. Jahrhundert durch die Herzöge von Württemberg zur Landesfestung ausgebaut, thront Hohenurach nun seit 1765 als malerische Burgruine über der Altstadt. Von hier haben Sie einen herrlichen Blick über das Ermstal mit seinen Obstwiesen und Weinbergen.

Die gut ausgeschilderte Festungsruine erreichen Sie vom Wanderparkplatz Maisental gleich beim Uracher Wasserfall über einen schönen Aufstieg durch den Wald. Die Burgruine Hohenurach ist das ganze Jahr hindurch frei zugänglich.

Einkehrmöglichkeiten bieten der Kiosk auf der Wasserfall-Hochwiese (nur im Sommerhalbjahr geöffnet), das Maisentalstüble sowie das Parkcafe Friedrichsau bei den Wasserfall-Parkplätzen.

Weitere Informationen zur Burgruine Hohenurach erhalten Sie bei der

TouristInfo
Bei den Thermen 4
(Haus des Gastes)
72574 Bad Urach
Telefon 0 71 25 / 94 32-0
Internet:  www.bad-urach.de

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